Alois

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Hermann Leopoldi

 

Ich kann nicht schlafen,
denn ich bin verliebt,
in einen Mann dens kein zweites Mal gibt.
Er hat mich um meine Ruhe gebracht,
und das hat nur seine Schönheit gemacht.
Wenn er beim Tango den Arm um mich legt,
schneller mein kleines Herz schlägt.
Fester schmieg ich mich, zärtlich wieg ich mich,
und ich fluster erregt:

Alois, schau mich noch einmal freundlich an.
Alois, du bist für mich der schönste Mann.
So eine Muskulatur,
wie deine jeder Frau imponiert.
Und was das schönste ist, du bist auch tätowiert:
Alois, dein wesen dein Despotisches.
Alois, du hast sowas erotisches.
Und wenn dann deine Schnurrbartspitze,
mich beim Küssen kitzelt,
geht ein Schauer über mich:
Dann tu ich Alois, Alois für dich.

Was hat die Liebe aus mir nur gemacht,
ich bin noch einmal zum Leben erwacht.
Was bin ich früher und was bin ich jetzt,
darüber bin ich fast selber entsetzt.

Ich – eine Frau die vernünftig und gütig,
und so klein und ganz still.
Wer war schuld daran,
ganz allein der Mann, dem gefallen ich will:
Alois, schau mich noch einmal freundlich an.
Alois, du bist für mich der schönste Mann.
So eine Muskulatur,
wie deine jeder Frau imponiert.
Und was das schönste ist, du bist so frisch rasiert:
Alois, dein wesen dein Despotisches.
Alois, du hast sowas neurotisches.
Und wenn dann deine Schnurrbartspitze,
mich beim Küssen kitzelt,
geht ein Schauer über mich:
Dann tu ich Alois, Alois für dich.

Alois, dein wesen dein Despotisches.
Alois, du hast sowas exotisches.
Und wenn dann deine Schnurrbartspitze
mich beim Küssen kitzelt,
geht ein Schauer über mich:
Dann tu ich Alois, Alois für dich.

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